Stauden gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Garten, weil sie jedes Jahr aufs Neue wachsen und mit ihren Blüten, Blättern und unterschiedlichen Formen für abwechslungsreiche Gartengestaltung sorgen. Viele mehrjährige Pflanzen können über viele Jahre am gleichen Standort wachsen. Doch mit der Zeit werden manche Stauden zu dicht, verlieren an Blühkraft oder benötigen mehr Platz.
Der August bietet eine gute Gelegenheit, viele Stauden zu teilen und dadurch neue Pflanzen zu gewinnen. Durch diese einfache Gartenmethode können alte Pflanzen verjüngt, neue Beete gestaltet und gleichzeitig Kosten für den Kauf neuer Pflanzen gespart werden.
Das Teilen von Stauden ist eine natürliche und nachhaltige Art der Pflanzenvermehrung. Mit wenigen Werkzeugen und etwas Geduld entstehen aus einer einzigen Pflanze mehrere neue Gartenbewohner. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum Stauden geteilt werden sollten, welche Pflanzen geeignet sind und wie die Vermehrung Schritt für Schritt gelingt.
Warum Stauden regelmäßig geteilt werden sollten
Viele Stauden wachsen über mehrere Jahre hinweg immer größer. Der Wurzelbereich wird dichter und die Pflanze kann sich gegenseitig Platz und Nährstoffe nehmen.
Eine Teilung bringt viele Vorteile:
- Die Pflanze bleibt gesund und kräftig.
- Die Blütenbildung wird verbessert.
- Alte Stauden werden verjüngt.
- Neue Pflanzen entstehen kostenlos.
- Lücken im Garten können geschlossen werden.
- Der Garten kann neu gestaltet werden.
Besonders ältere Stauden profitieren von einer regelmäßigen Verjüngung.
Der richtige Zeitpunkt zum Teilen von Stauden
Der ideale Zeitpunkt hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Viele Stauden lassen sich nach der Blütezeit im Spätsommer besonders gut teilen.
Der August eignet sich für viele Pflanzen, weil:
- Die Hauptblüte abgeschlossen ist.
- Die Pflanzen noch genügend Energie für die Wurzelbildung haben.
- Der Boden warm ist.
- Neue Teilstücke schnell anwachsen können.
Bei empfindlichen Pflanzen sollte jedoch immer geprüft werden, ob eine Teilung im Sommer geeignet ist.
Welche Stauden eignen sich zum Teilen?
Viele beliebte Gartenpflanzen lassen sich einfach vermehren.
Taglilien
Taglilien bilden große Wurzelhorste und können problemlos geteilt werden. Neue Pflanzen entwickeln sich schnell und blühen oft schon nach kurzer Zeit wieder.
Funkien (Hosta)
Funkien eignen sich besonders für schattige Gartenbereiche. Durch Teilung entstehen mehrere kräftige Pflanzen.
Astern
Astern profitieren von einer regelmäßigen Verjüngung. Dadurch bleiben sie vital und entwickeln viele Blüten.
Phlox
Phlox kann durch Teilung vermehrt werden und verschönert Beete mit seinen farbenfrohen Blüten.
Storchschnabel
Diese robuste Staude wächst schnell und eignet sich hervorragend, um größere Gartenflächen zu bepflanzen.
Ziergräser
Viele Ziergräser können ebenfalls geteilt werden und sorgen für Struktur im Garten.
Vorbereitung zum Stauden teilen
Bevor mit der Teilung begonnen wird, sollten einige Vorbereitungen getroffen werden.
Benötigte Materialien:
- Gartenspaten
- Scharfes Messer
- Gartenschere
- Gartenhandschuhe
- Gießkanne
- Kompost oder frische Pflanzerde
Wichtig ist, nur gesunde Pflanzen zu teilen. Kranke oder stark geschwächte Stauden sollten zunächst gepflegt und stabilisiert werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Teilen von Stauden
1. Pflanze vorbereiten
Am besten wird die Staude einige Stunden vor dem Teilen gut gewässert.
Ein feuchter Boden erleichtert das Ausgraben und schützt die Wurzeln vor Schäden.
2. Staude vorsichtig ausgraben
Mit einem Spaten wird die Pflanze großzügig rundherum gelockert.
Dabei sollte möglichst viel Wurzelmasse erhalten bleiben.
Anschließend wird der Wurzelballen vorsichtig aus der Erde gehoben.
3. Wurzeln überprüfen
Nach dem Ausgraben wird die Pflanze kontrolliert.
Entfernt werden:
- Beschädigte Wurzeln
- Vertrocknete Pflanzenteile
- Kranke Bereiche
Gesunde Teilstücke sollten mehrere Triebe und ausreichend Wurzeln besitzen.
4. Pflanze teilen
Je nach Größe kann die Staude unterschiedlich geteilt werden.
Möglichkeiten:
- Kleine Pflanzen mit den Händen auseinanderziehen.
- Größere Wurzelballen mit einem Messer schneiden.
- Sehr große Stauden mit einem Spaten teilen.
Jedes neue Stück benötigt genügend Wurzeln, damit es selbstständig weiterwachsen kann.
5. Neue Stauden einpflanzen
Die neuen Pflanzen sollten möglichst schnell wieder in die Erde gesetzt werden.
Achten Sie auf:
- Einen passenden Standort.
- Lockeren Boden.
- Ausreichend Pflanzabstand.
- Richtige Pflanztiefe.
Eine Zugabe von Kompost verbessert die Versorgung der jungen Pflanzen.
6. Gut bewässern
Nach dem Einpflanzen benötigen die neuen Stauden ausreichend Wasser.
Regelmäßiges Gießen unterstützt:
- Die Bildung neuer Wurzeln.
- Das Anwachsen.
- Die Entwicklung kräftiger Pflanzen.
Besonders bei warmem Wetter sollte die Bodenfeuchtigkeit kontrolliert werden.
Pflege nach der Vermehrung
Geteilte Stauden benötigen in den ersten Wochen besondere Aufmerksamkeit.
Wichtige Maßnahmen:
- Regelmäßig gießen
- Unkraut entfernen
- Boden locker halten
- Vor extremer Hitze schützen
- Auf Schädlinge achten
Nach erfolgreichem Anwachsen benötigen die Pflanzen meist nur noch die normale Gartenpflege.
Stauden teilen für eine schönere Gartengestaltung
Durch die Vermehrung entstehen viele neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Neue Pflanzen können genutzt werden für:
- Blumenbeete
- Rabatten
- Vorgärten
- Naturgärten
- Kübelpflanzungen
- Schattige Gartenbereiche
Mit verschiedenen Staudenarten lässt sich ein Garten abwechslungsreich und dauerhaft gestalten.
Nachhaltige Pflanzenvermehrung im eigenen Garten
Das Teilen von Stauden ist eine besonders umweltfreundliche Methode der Gartengestaltung.
Vorteile:
- Weniger neue Pflanzen müssen gekauft werden.
- Verpackungsmüll wird reduziert.
- Vorhandene Pflanzen werden weiter genutzt.
- Regionale Pflanzenvielfalt wird gefördert.
- Lebensräume für Insekten entstehen.
Blühende Stauden bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Nützlingen wertvolle Nahrung.
Häufige Fehler beim Stauden teilen
Einige Fehler können den Erfolg der Vermehrung beeinträchtigen.
Dazu gehören:
- Teilen bei großer Hitze.
- Zu kleine Wurzelstücke verwenden.
- Pflanzen nach dem Teilen nicht gießen.
- Falschen Standort wählen.
- Beschädigte Wurzeln nicht entfernen.
- Neue Pflanzen zu tief einsetzen.
Mit etwas Sorgfalt lassen sich diese Probleme vermeiden.
Tipps für erfolgreiche Staudenvermehrung
Für ein gutes Ergebnis helfen folgende Tipps:
- Einen bewölkten Tag auswählen.
- Werkzeuge vorher reinigen.
- Pflanzen vor dem Teilen bewässern.
- Nur kräftige Pflanzenteile verwenden.
- Neue Pflanzen sofort einsetzen.
- Anfangs regelmäßig gießen.
- Standortbedingungen beachten.
So wachsen die neuen Stauden schnell und gesund an.
Vorbereitung für die nächste Gartensaison
Die im August geteilten Stauden können sich noch vor dem Winter gut entwickeln. Eine kräftige Wurzelbildung sorgt dafür, dass die Pflanzen im nächsten Frühjahr gesund austreiben.
Gut gepflegte neue Stauden können:
- Mehr Blüten entwickeln.
- Größer und kräftiger wachsen.
- Neue Gartenbereiche verschönern.
- Viele Jahre Freude bereiten.
Die Arbeit im August ist somit eine Investition in die zukünftige Gartengestaltung.
Fazit
Stauden teilen und vermehren ist eine einfache, kostengünstige und nachhaltige Möglichkeit, den eigenen Garten zu erweitern. Gleichzeitig werden ältere Pflanzen verjüngt und bleiben langfristig gesund und blühfreudig. Mit der richtigen Vorbereitung, sorgfältiger Teilung und regelmäßiger Pflege entstehen aus einer einzigen Staude mehrere neue Pflanzen. Wer diese natürliche Methode nutzt, kann seinen Garten vielfältiger gestalten und sich jedes Jahr über kräftige, gesunde und farbenfrohe Pflanzen freuen.
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